Eine bedarfsgerechte Versorgung mit strukturiertem und rohfaserreichem Futter ist für das Pferd als Pflanzenfresser von essentieller Bedeutung. Doch der anhaltende Trend zu wenig Rauhfutter wird dieser Anforderung oft nicht gerecht. Aufgrund von Schwankungen in der Grundfutterqualität, wegen des hohen Arbeitsaufwandes und des großen Raumbedarfs bei der Lagerung, wird in vielen Pferdebetrieben die Rauhfutterversorgung so gering wie möglich gehalten. Doch sowohl für die Verdauung als auch für das Verhalten des Pferdes ist diese Tendenz als äußerst kritisch zu bewerten.
Erhalten Pferde zu wenig Rauhfutter in der Ration können eine Menge schwerwiegender Probleme entstehen. Durch die fehlenden Strukturstoffe, wird das Pferd nicht ausreichend zum Kauen angeregt, wodurch sich regelmäßig Haken an den Backenzähnen bilden, und auch der Verdauungsvorgang kann so nicht optimal ablaufen. Nicht selten sind Magengeschwüre, Durchfall oder Verstopfungen die Folge. Um diese Risiken zu umgehen, sollte man dem Bedarf des Pferdes an Strukturstoffen besondere Beachtung schenken.
Der Rauhfutterbedarf des Pferdes liegt bei ~1 kg / 100 kg Körpermasse; Zuchtstuten mit Fohlen erhalten je nach Fresslust 1-1,5 kg / 100 kg Körpermasse.
Da Pferde täglich Trockenmasse in einer Menge von 2% des eigenen Körpergewichtes aufnehmen können, Mutterstuten sogar 2,5-3%, kann und sollte die Rauhfuttermenge gerade beim Freizeitpferd noch gesteigert werden. Eine kontinuierliche Rauhfutteraufnahme garantiert nicht nur eine konstante Energieversorgung, sondern wirkt auch durch lange Fresszeiten der Entstehung von Verhaltensauffälligkeiten wie Boxenlaufen, Weben, etc. entgegen.Allerdings ist nicht nur die Rauhfuttermenge sondern vor allem auch eine gute Rauhfutterqualität entscheidend in der Pferdefütterung. Aber nicht nur bei Zuchtstuten, Fohlen und Absetzern ist ein besonderes Augenmerk auf eine hohe Rauhfutterqualität zu legen, denn verschimmeltes oder verunreinigtes Heu kann leicht zu Verdauungsstörungen, Allergien und auch zu Fehlgeburten führen.
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Für Pferde eignet sich am besten ein härteres, stengelreiches Heu. Allgemein gilt: Je trockener das Heu, desto besser ist die Akzeptanz beim Pferd.
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Lesen, wie das Gestüt Ligges im Münsterland das Produkt DERBY Zucht in das Fütterungskonzept einsetzt. Das Traditionsgestüt verwendet außerdem DERBY Vital und DERBY Stallmeister.
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